Besuchergruppe im Jardelunder Moor

Wenn die Tage wieder kürzer werden und der Sommer sich langsam seinem Ende neigt, wird das Jardelunder Moor zur nächtlichen Arena von Rothirschen. Gestärkt durch den Sommer sind die Hirsche am Ende der warmen Jahreszeit gut genährt und bereit für die Brunftzeit. Sobald die Sonne untergeht, strecken sie den Kopf mit ihrem mächtigen Geweih in den Himmel und ein lautes Röhren ertönt. Ein Naturspektakel, das weit zu hören ist und unter die Haut geht. 

25 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung von Bürgermeisterin Gudrun Lemke dieses Spektakel mitzuerleben. "Wichtig, bleibt auf dem Weg", erläutert Sven Nicolaysen-Dlubatz, Vorsitzender der Hochwildhege-Gemeinschaft "Froeslev-Jardelunder Moor" zu Anfang der Führung. Denn im Jardelunder Moor gibt es Stellen, an denen auch ein Erwachsener Hilfe benötigt, um wieder herauszukommen.

Neben dem Rotwild hat das Jardelunder Moor einiges zu bieten, immer wieder wurden Pausen eingelegt, in denen auch auf die Geschichte des Moors eingegangen wurde. " Ich erinnere mich noch genau, wie ich als 17-Jähriger hier Torf gestochen habe.", erinnert sich Carsten Petersen aus Jardelund, der in der Gruppe mitging und mit seinen Erzählungen die Geschichte in den Köpfen der Besucher zum Leben erweckte. An der deutsch-dänischen Grenze wurde ein "Horchhalt" eingelegt. Es dauerte gerade einmal zwei Minuten und das Röhren eines Hirsches ertönte. Leider waren sie an diesem Abend nicht in unmittelbarer Nähe, so blieb der Blick auf die schönen Tiere an diesem Abend verwehrt. Doch das Abendrot der untergehenden Sonne und der aufsteigende Nebel waren für die Besucher ein ebenso ergreifendes Erlebnis.

(Sebastian Goecke)

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