Bürgerbus hilft - Die Fahrt zum Impfzentrum

Alle Personen mit der "höchsten Impfpriorität" können sich für eine Impfungen anmelden. Darunter fallen auch diejenigen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. Doch wie kommen gerade die älteren Menschen zum Impfzentrum? Eine Frage, die den Bürgermeister aus Weesby Jan Jacobsen beschäftigte. "Nicht jeder ist im hohen Alter noch in der Lage ein Auto zu fahren, oder kommt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurecht.", verdeutlicht der Bürgermeister. In der Tat ist genau diese Altersgruppe im ländlichen Raum auf Hilfe angewiesen, eine Zuweisung zu einem Impfzentrum erfolgt in Abhängigkeit von der Impfstoffverfügbarkeit, dadurch findet die Impfung nicht immer im nächstgelegenen Impfzentrum statt. Die Folge, lange Anfahrtszeiten mit dem öffentlichen Nahverkehr, die gerade für ältere Menschen ein großes Hindernis darstellt.

"Das Bürgerbusteam ist für die Menschen da, gerne hilft es bei der Fahrt zum Impfzentrum", so Jan Jacobsen, der das Projekt Bürgerbus leitet."Wenn es für uns möglich ist, fahren wir. Auch in die weiter entlegenen Impfzenten wie zum Beispiel Husum.". Doch beim ganzen Engagement sind natürlich auch Grenzen gesetzt, denn die Fahrten können nur dann stattfinden, wenn die üblichen Fahrtage am Dienstag und Freitag nicht beeinträchtigt werden. Bürger der Gemeinden Weesby, Medelby, Holt, Jardelund und Osterby können auf diesen Service zurückgreifen, nach Möglichkeit sollte ein Impftermine am Montag, Mittwoch oder Donnerstag zurückgreifen werden. "Wie viele Fahrten wir tatsächlich durchführen, hängt stark von den Terminen und Orten ab.", erläutert Jan Jacobsen. Denn derzeitig kann zur Minimierung der Ansteckungsgefahr nur ein Fahrgast pro Tour mitgenommen werden. Bei Interesse können sich Bürger der Gemeinden Weesby, Medelby, Holt, Jardelund und Osterby unter der Nummer 04605 209386 melden.

Generell ist eine Begleitung in das Impfzentrum durch Dritte möglich. Gerade Menschen, die Probleme mit dem Ausfüllen von Formularen haben oder gerne auf Hilfe zurückgreifen wollen, können sowohl von Verwandten, aber auch Nachbarn oder Freunden im Impfzentrum unterstützt werden. In der Regel sind die Anfahrten zum Impfzentrum jedoch selber zu organisieren und zu bezahlen, im Ausnahmefall können die Fahrtkosten auch von der Krankenversicherung übernommen werden. Wer sich somit Taxianfahrten von der Krankenkasse erstatten lassen will, sollte dieses unbedingt im Voraus mit der Krankenkasse abklären. Immobile Personen können, sobald ein dafür geeigneter Impfstoff zur Verfügung steht, auch über ihre Hausärzte geimpft werden. Dieses dürfte jedoch noch eine Weile dauern.

(Sebastian Goecke)

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