Bürgerbus: Medelby wartet auf den Startschuss

Lange wird es nicht mehr dauern bis der Start­schuss für den Bürger­bus fällt. „Start­bereit sind wir auf jeden Fall im Juli, die Frage ist, ab wann es Sinn macht, den Bus in Betrieb zu nehmen“, erläutert der Bürger­meister Jan Jacobsen aus Weesby. Einen genauen Start­termin gibt es noch nicht, denn die Maß­nahmen gegen die Aus­breit­ung des Corona­virus lassen derzeit keinen Normal­betrieb zu. In dem Klein­bus, ein Nissan E-NV 200, gibt es nicht so viel Platz, dass die Fahr­gäste 1,5 Meter Ab­stand hal­ten können.

Mobilität der Bewohner erhöhen

Der Bürger­bus ist ein Ge­mein­schafts­projekt und soll die Mobilität aller Be­wohner der teil­nehmen­den Ge­meinden Weesby, Jardelund, Holt, Osterby und Medelby er­höhen. Das besondere dabei: die Fahrt ist kostenlos. Anfangs soll der Bürger­bus am Dienstag und Freitag von 8 bis 18 Uhr zum Ein­satz kommen. Die Fahr­gäste müssen sich vorher, spätestens am Tag zuvor, per Telefon beim Dispo­nenten an­melden. Der Telefon­dienst prüft, ob zu diesem Zeit­punkt nicht bereits eine Buchung vorliegt und plant die Fahrten für die Fahrer. Fahrten zum Arzt, zur Apo­theke, zu Freunden oder Ver­wandten, zur Bank, Post oder zum Ein­kaufen – der Grund der Fahrt spielt dabei keine Rolle.

Viele freiwillige Helfer sind notwendig

Damit das Bus-Projekt auch ohne Probleme funktioniert, sind viele frei­willige Helfer not­wendig. Frauke Reidp aus Osterby ist eine der Team­leiterinnen des Bürger­bus, sie engagiert sich als Dispo­nentin. „Das Tolle daran ist, das der Bürger­bus für alle Alters­gruppen gedacht ist“, so die knapp 60-Jährige. Was ist beim Telefon­dienst zu beachten, wie wird eine Route richtig geplant? Nach einem Kurs­abend im Weesbyer Ge­meinde­haus fühlen sich die frei­willigen Helfer bestens vor­be­reitet.

Wer beim Fahr­dienst unter­stützt, be­nötigt einen ein­fachen Auto­führer­schein und eine G25-Unter­suchung, die auch einen Hör- und Seh­test beinhaltet. „Die ehren­amtliche Arbeit ist wichtig, damit das Projekt ein Erfolg wird, je mehr sich engagieren, umso besser. Frei­willige Helfer sind immer will­kommen“, hebt Jan Jacobsen, Bürger­meister aus Weesby, hervor.

Gemeinde sucht Sponsoren

Finanziell ist das Projekt durch die teil­nehmen­den Ge­meinden ab­ge­sichert, doch anders als gedacht lief es mit den Spon­soren. Damit der Bus auch finan­ziell unterstützt wer­den kann, sorgen soge­nannte Blitze, kleine Werbe­flächen für Ein­nahmen. Auf bis zu zehn Blitzen können Unter­nehmen sich finanziell beteiligen und werden dort genannt. „Ich habe 80 Unter­nehmen und Selbst­ständige an­ge­schrie­ben und nur drei machen mit“, erläutert Jan Jacobsen ent­täuscht. Er hofft darauf, dass der eine oder andere noch dazu kommt, wenn der Bus in Aktion zu sehen ist.

Für die Be­wohner der teil­nehmen­den Ge­meinden heißt es jetzt: abwarten auf den Start­schuss. Kurz vor Beginn wird ein Informations­blatt an alle Haus­halte ver­teilt, auf dem alle wich­tigen Daten und Telefon­nummern fest­gehalten sind.

Sebastian Goecke

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