Gaststätte in Medelby

Bis zu 200.000 € Fördergelder für die Wiedereröffnung der Gaststätte in Medelby

Medelby Bereits vor zwei Jahren machte die letzte Gaststätte in Medelby zu. Letztendlich wurde kein Nachfolger für das Lokal gefunden. Notwendige Renovierungen und Modernisierungen blieben in den letzten Jahren aus und so schien es für mögliche Investoren und Gastwirte zu unattraktiv, das Gebäude mit angrenzendem Saal zu übernehmen.

Vor eineinhalb Jahren kam dann die Kehrtwende. Dr. Anne Marleen Stodian, Peter Stodian aus Weesby und Ralf Nielsen aus Medelby kauften das Gebäude, um es wieder fit für den Betrieb zu machen. Unterstützung erhalten sie nun vom Land und vom Bund. Bis zu 200.000 Euro Fördergelder gibt es für die Modernisierung der Gaststätte und des Saals.

Jens Peter Clausen, Vorsitzender vom Bau- und Planungsausschuss, zeigt sich erfreut. „Ich bin froh über die Förderzusage, eine Wiederöffnung der Gaststätte wird unserem Ortskern guttun. Dadurch wird es hier wieder deutlich attraktiver.“, so Jens Peter Clausen, der sich für die Förderung von Anfang an einsetzte.

Dass es überhaupt Fördergelder für diese Maßnahmen gibt, ist ein Erfolg des Dorfentwicklungsplanes vom vergangenen Jahr. Da dieser herausstellt, dass der Saal und die Gastronomie nicht nur alleine für das Vereins- und Dorfleben in Medelby wichtig sind, sondern ebenso eine Rolle spielen für die benachbarten Dörfer Osterby, Jardelund, Weesby und Holt. Somit konnten aus dem Fördertopf für Schaffung, Erhaltung und Ausbau dorf­gemäßer Gemeinschaftseinrichtungen Gelder beantragt werden. 

Doch nun muss auch geliefert werden, denn die alternative Lösung eines attraktiven Neubaus am Campingplatz von Medelby wurde zu Gunsten der alten Gaststätte von den Besitzern des Campingplatzes vorerst nicht weiterverfolgt. In sichtbarem Maße hat sich in der alten Gaststätte noch nicht viel verändert. Anfangs standen hauptsächlich die Planungen und das Stellen der notwendigen Bauanträge im Vordergrund.

Ralf Nielsen, Miteigentümer des Gebäudes sondierte das Haus bereits, „Ich war positiv über das Gebälk überrascht, es ist noch in einem guten Zustand“, so der Miteigentümer und Maurermeister. Neuer Notausgang, Sanierung des Toilettenbereichs, die Liste was alles gemacht werden soll ist lang. Die größten Veränderungen wird es im Kaminzimmer und in der Küche geben. Der Innenbereich soll heller werden. So wird zum Beispiel der Kamin verschwinden, und eine Verbindung zur Außenterrasse im Norden soll den jetzigen Raum aufhellen.

„Jetzt geht es los, das Material ist bestellt.“, so Ralf Nielsen. Die Eigentümer heben jedoch hervor, dass die Zusage der Fördergelder wichtig war, um das Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Denn es gilt auf die Kosten zu achten, zu hohe Modernisierungskosten schlagen sich ansonsten auf die Preise für Getränke und Speisen der Gaststätte durch, so die Ansicht der Eigentümer.  

Wann genau die Arbeiten abgeschlossen sind und eine Wiedereröffnung erfolgt ist noch nicht klar. Doch eines ist sicher, viele Bürger dürften sich auf die Wiedereröffnung des Gasthofes freuen. Denn für das Vereins- und Dorfleben wird es mit Sicherheit eine Bereicherung sein.

Info zum Bild: Von links nach rechts, Wilfried Bossen, Dr. Anne Marleen Stodian, Peter Stodian, Bgm. Günther Petersen, Ralf Nielsen, Jens-Peter Clausen

Text - SHZ - Sebastian Goecke

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