Quo vadis?

Vor 3 Jahren wurde der Verein Dörpsmobil Kirchspiel Medelby e.V. gegründet. Die Mitglieder können per Car-Sharing auf zwei Elektrofahrzeuge zurückgreifen und diese stundenweise buchen. Der Leasingvertrag der beiden Fahrzeuge hatte eine Laufzeit von drei Jahren, diese enden nun zum Jahreswechsel. Doch wie geht es nun weiter?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Vereinsausgaben durch die Mitgliedsbeiträge und Leihgebühren derzeit nicht alleine zu stemmen sind. Werbung am Fahrzeug und zusätzliche Sponsorengelder waren ausschlaggebend für das finanzielle Überleben des Vereins. Was bei der letzten Jahreshauptversammlung jedoch deutlich wurde, das die Zukunft des Vereins völlig unklar war. Von der Auflösung des Vereins bis hin zum Erhalt beider Fahrzeuge. Am Abend der Jahreshauptversammlung wurden viele Möglichkeiten und Lösungen besprochen. Eines zeigte die Jahreshauptversammlung im August aber auch, der Optimismus und der Wille an einer Lösung  zu arbeiten,  die  den Verein  mit beiden  Fahrzeugen an beiden Standorten erhält, steht im Fokus der Planungen. Somit war klar, dass nach einer weiteren Planungsphase eine entscheidende Sitzung für weitere Beschlüsse in diesem Jahr noch stattfinden muss. Kurz vor Redaktionsschluss erhielten wir die Information vom Verein, dass nun Pläne für die Zukunft ausgearbeitet sind und eine Verlängerung für weitere zwei Jahre in Aussicht steht.

Heiko Jöhnk, Beisitzer des Vereins, deutet auf die soziale Komponente des Vereins hin:"Gerade für diejenigen, die kein Auto besitzen oder Familien ohne Zweitauto, bedeutet das Dörpsmobil einen deutlichen Zugewinn an Mobilität!". Seiner Ansicht nach werden durch dieses Angebot insbesondere sozial schwächere Haushalte unterstützt. Wie günstig das Auto ist, zeigen die Fakten des Artikels "Behalten wir unser Elektro-Auto?" in dieser Zeitschrift. Nicht zu vergessen ist der Spaß und die Freude, die eine Fahrt in einem Elektroauto bringt. Gerade Fahrten nach Flensburg machen insbesondere dann Sinn, da mit einem Elektrofahrzeug bei ausgewiesenen Flächen die Parkgebühren eingespart werden können.

In der Kombination mit den günstigen Leihgebühren sollte es doch möglich sein mehr Bürger als Mitglieder zu gewinnen? Um den Nerv der jüngeren Generation zu treffen, wird eine APP die Buchungen erleichtern. "In 20 Minuten kann dann eine Vereinsmitgliedschaft abgeschlossen und das Fahrzeug im Anschluss ausgeliehen werden", so Uwe Hoffmann. Damit sollen zusätzlich auch Urlauber, wie Wohnmobilfahrer auf dem Campingplatz, angesprochen werden, durch eine Kurzmitgliedschaft in den Genuss des Dörpsmobil zu kommen und eine höhere Auslastung des Fahrzeuges zu erreichen.

(Sebastian Goecke)

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