Verbindungsstraße Jardelund-Medelby

Jardelund Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wieder einmal stand der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen den Orten Jardelund und Medelby im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderates. Konkret ging es diesmal darum, welche Fördergelder genutzt werden sollen, da die Zusage aus zwei verschiedenen Fördertöpfen vorliegt.

Anfang Februar beschloss die Gemeinde einen Förderantrag an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume zu stellen. Zwei Monate später erfolgte die Zusage. Doch nun erlangt ein bislang ruhender Antrag der Gemeinde beim Schwarzdeckenunterhaltungsverband aus dem Jahr 2018 plötzlich Aktualität.

Längst war die Hoffnung der Gemeinde verflogen, dass von Seiten des Gemeinde-Kreis-Fördertopfes noch Gelder zur Verfügung stehen, weshalb im Februar die Förderanträge an das Land gestellt worden waren.

Anfang Mai kam dann die Überraschung: Nicht aufgebrauchte Gelder aus den Jahren 2019 und 2020 ermöglichen es nun doch, das 524.000 Euro teure Projekt mit knapp 320.000 Euro über den Schwarzdeckenunterhaltungsverband zu fördern.

Nach langer Diskussion entschieden sich die Gemeindevertreter an diesen Abend für die Gemeinde-Kreis-Fördermittel. Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass hierbei ein Ausbau auf 5,50 Breite möglich ist und der Eigenanteil der Gemeinde deutlich geringer ausfällt.

Gemeindevertreter Stefan Kunz machte mit einer zweieinhalbseitigen Stellungnahme den Anfang der Diskussion. Dabei kritisierte er Bürgermeisterin Gudrun Lemke scharf. Seiner Meinung nach fehle es an wichtigen Dokumenten und Daten, um solche Entscheidungen treffen zu können. Einen Ausbau auf eine Breite von 5,50 m halte er aus wirtschaftlichen Gründen für nicht sinnvoll und setzte sich für die Breite von 4,80 m ein. Bürgermeisterin Gudrun Lemke hielt jedoch dagegen. Sie verwies dabei auf die Arbeits- und Gemeinderatssitzungen, in denen bereits viel über die Straße vorgetragen und diskutiert worden sei. Sie betonte dabei, dass in einer der Arbeitssitzungen und zwei der Gemeinderatssitzungen Herr Elsner von der Ingenieurgesellschaft Nord als Planungsexperte für Straßenbau zur Seite gestanden hatte, um Fachfragen zu beantworten.

Der stellvertretende Bürgermeister Werner Dopatka versuchte die Gründe herauszubekommen. "Geht es hier wirklich nur um die Fahrbahnbreite? Die Straße soll doch 25 oder 30 Jahre halten.", argumentierte er und verwies dabei auf die hohe Förderquote und den geringen Eigenanteil der Gemeinde.

Tatsächlich war in den Förderanträgen die Ausbaubreite von 5,50 m damit begründet worden, dass ein sicherer Begegnungsverkehr stattfinden kann, ohne auf die Seitenbankette ausweichen zu müssen. Busse, Traktoren, Autos oder Radfahrer, viele nutzen die derzeit 4,80 breite Straße zur gleichen Zeit. Ein ständiges Ausweichen sorgt für tiefe Ränder an den Seiten der Straße.

Der überwiegende Teil der Gemeindevertreter befürwortete und hielt am Ausbau der Straße fest, jedoch befürchten sie, dass überhöhte Geschwindigkeiten die Folge einer breiteren Straße sein können. Es wurde beschlossen zu prüfen, welche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung sinnvoll und möglich sind, um diese beim Ausbau der Straße mit einfließen zu lassen.

Text - SHZ - Sebastian Goecke

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