Zu hohe Auflagen: Das Drømme Hus in Weesby bleibt vorübergehend geschlossen

Das Drøm­me Hus, ein klei­nes ge­müt­li­ches „Vin­ta­ge Dekor­ca­fé“ mit 45 Sitz­plät­zen, bleibt ge­schlos­sen. „Na­tür­lich könn­ten wir un­ter Auf­la­gen wie­der öff­nen“, be­stä­tigt die Be­sit­ze­rin Li­lia­ne Han­sen. Doch sie ent­schei­det sich be­wusst ge­gen ei­ne Öff­nung un­ter Auf­la­gen und nutzt die Zeit für die Vor­be­rei­tun­gen nach der Pan­de­mie.

Das, was das klei­ne Drøm­me Hus in Wees­by aus­macht, ist die Ge­müt­lich­keit. An­fangs war es ein klei­ner Dorf­la­den mit ei­ner Ecke für Kaf­fee und Ku­chen, doch der La­den ver­wan­del­te sich im­mer mehr zum klei­nen Ca­fé, in dem die Vin­ta­ge-De­ko­ra­ti­on für ei­nen be­son­de­ren Flair sorgt. „Die gan­zen der­zei­ti­gen Auf­la­gen sind nur schwer für uns zu er­fül­len“, ver­deut­licht Han­sen.

Al­lein die vor­ge­schrie­be­nen Ab­stän­de zwi­schen den ein­zel­nen Ti­schen und Gäs­ten re­du­ziert die mög­li­chen Sitz­plät­ze auf 20 Stüh­le. „Das reicht nicht aus, um das Ca­fé be­trei­ben zu kön­nen“, sagt die Be­sit­ze­rin. Doch es ist auch die Stim­mung, die das Drøm­me Hus aus­macht, die un­ter die­sen Auf­la­gen ein­fach nicht auf­kom­men kann.

„Vor der Pan­de­mie war es wie auf ei­nem gu­ten Fa­mi­li­en­fest, je­der re­det mit je­dem und al­le füh­len sich wohl“, er­in­nert sich Li­lia­ne Han­sen an die Zei­ten vor Co­ro­na. Mit Ab­stands­re­geln, Ple­xi­glas­schei­ben und Ein­bahn­ver­kehr kann so ei­ne Stim­mung ih­rer Mei­nung nach nicht auf­kom­men. „Als die zwei­te Wel­le wie­der zu ei­nem Lock­down führ­te, wur­de mir be­wusst, dass es län­ger dau­ern wir­d“, er­in­nert sich die Be­sit­ze­rin.

Das stän­di­ge Hin und Her, die Un­ge­wiss­heit über die Zu­kunft in der Gas­tro­no­mie zeh­ren an den Ner­ven. Zu die­sem Zeit­punkt ent­schloss sie sich, ge­plan­te Sa­nie­rungs­ar­bei­ten am Ge­bäu­de vor­zu­zie­hen und sich auf die Zeit nach Co­ro­na zu kon­zen­trie­ren. Dies bringt auch ei­ne ge­wis­se Plan­bar­keit zu­rück in ihr Le­ben.

Dau­er der Bau­ar­bei­ten noch un­klar
Doch der an­hal­ten­de Bau­boom, der Roh­stoff­man­gel an den Bau­stel­len und die da­mit ver­bun­de­ne Aus­las­tung bei den Hand­wer­kern zie­hen das Pro­jekt in die Län­ge. Be­sit­ze­rin Li­lia­ne Han­sen, die frü­her auch im Hand­werk und im Gar­ten­bau be­ruf­lich tä­tig war, lässt sich da­von nicht be­ir­ren und packt bei den Um­bau­maß­nah­men kräf­tig mit an. „Hof­fent­lich wer­den wir im nächs­ten Jahr un­ter ganz nor­ma­len Um­stän­den das Drøm­me Hus wie­der be­trei­ben kön­nen“, so Han­sen, die sich auf die Ta­ge der Wie­der­er­öff­nung schon freut. Wie lan­ge die Bau­stel­le noch an­dau­ert, ist der­zei­tig noch nicht ab­zu­schät­zen.

Kalt las­sen Li­lia­ne Han­sen die ho­hen In­zi­denz­wer­te je­doch nicht. „Nicht zu wis­sen, was in drei oder vier Mo­na­ten mög­lich ist für die Gas­tro­no­mie, das ist kei­ne leich­te Zeit“, so die Be­sit­ze­rin mit Blick auf die In­zi­denz­zah­len. Ein Geg­ner von den Ein­schrän­kun­gen ist sie nicht, den­noch weiß sie nur zu gut wie stark es ge­ra­de die klei­nen Be­trie­be in ih­rer Bran­che trifft. „Ob es uns im nächs­ten Jahr viel­leicht ge­lingt wie­der ganz nor­mal zu öff­nen oh­ne Ein­schrän­kun­gen?“, zwei­felt Li­lia­ne Han­sen an, wenn sie die Nach­rich­ten im Fern­se­hen ver­folgt. Doch die Freu­de und die schö­nen Mo­men­te, die sie in ih­rem Be­ruf im Ca­fé hat, las­sen sie hof­fen auf bes­se­re, nor­ma­le Zei­ten.

(Sebastian Goecke)

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