Gemeinde Osterby

Osterby

Herzlich Willkommen in Osterby!

Heimat – dieser Begriff wird durchaus kritisch diskutiert. Er grenze aus, heißt es. Wer wie ich hier aufgewachsen ist, den Wandel von Osterby beobachtet und nun seit einiger Zeit aktiv mitgestaltet, weiß, dass in so einer kleinen Gemeinschaft jeder auf jeden angewiesen ist. Dorfgemeinschaft funktioniert nur in einem aktiven Miteinander, unabhängig davon, ob Dorfbewohner seit Generationen hier beheimatet sind oder als Zugezogene eine neue Heimat finden wollen. Entscheidend ist, dass das „Zuhause“ aktiv gestaltet wird. Deshalb freut es mich, dass zukunftsweisende Projekte wie die Ausstattung der Haushalte mit Glasfaserkabel umgesetzt werden konnten. Viele Maßnahmen zur Förderung des Naturschutzes konnten in den letzten Jahren realisiert werden. Die Bürger Osterbys haben, teils ehrenamtlich, daran mitgewirkt und ihnen sei herzlich gedankt! Finanziell wurde dies durch die Beheimatung von interessanten Unternehmen möglich, wie bspw. ein Bio-Methangas-Unternehmen, das als eines der Ersten in Schleswig-Holstein, Biogas in Erdgas umwandelt und ins Netz einspeist.

Außerdem gehört Bildung und Kultur zu den wichtigsten Faktoren des Zusammenlebens. Daher arbeiten wir eng mit unseren Nachbargemeinden zusammen, um ein attraktives Angebot unterbreiten zu können. Gemeinsam werden wir in Medelby ein Bildungshaus schaffen, in dem die Kindertagesstätte, der Kindergarten und die Grundschule untergebracht werden. Jeder, der in unserem Dorf eine neue Heimat sucht, soll diese auch finden. Für mich grenzt dieser Begriff nicht aus, sondern bindet ein, heißt willkommen und lädt zur aktiven Mitgestaltung ein.

Thomas Jessen

Bürgermeister
Thomas Jessen
Hauptstraße 1
24994 Osterby
04605/1039
Chronik von Osterby

Unsere Gemeinde

Die Gemeinde Osterby liegt ca. 16 km westlich von Flensburg, südlich der dänischen Grenze, auf der Schleswigschen Geest, wobei Osterby übersetzt „das östliche Dorf“ bedeutet. Die Endung –by deutet auf eine frühere jütische Siedlung hin (jütisch = dänischer Sprachdialekt). Der Ort, der einer der Grenzorte zu Dänemark ist, wird durch Landwirtschaft und Höfe geprägt und hat sich dementsprechend seinen ländlichen Charakter bewahrt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe ist von 2005 bis 2019 in Osterby von zehn auf sechs gesunken. Die Wirtschaftsleistung der Gemeinde ist jedoch dank der Produktion alternativer Energien wie Biogas, Solarstrom und Windkraft gestiegen, wobei hier die Produktion von Erdgas durch Biomethan sogar wegweisend für ganz Schleswig-Holstein ist. Umfassende Naturschutzmaßnahmen, unbearbeitete Ackerränder oder knickähnliche Wälle mit heimischen Gewächsen bieten Heimaträume für Insekten und Vögel und sind als Ausgleichsmaßnahmen zur Windkraft entstanden. Die Amtsverwaltung der Gemeinde ist in Schafflund.

An verschiedenen Stellen sind zur Ortsabrundung in naturbelassener Umgebung Wohngebiete, wie Osterbyfeld oder Osterbylund, entstanden. In den Neubaugebieten haben sich zahlreiche junge Familien mit Kindern angesiedelt. Im eigenen Dorfleben ist die Freiwillige Feuerwehr bestimmend. Sie richtet das Sommerfest und das eigentliche Feuerwehrfest, das Winterfest, aus und begleitet kulturelle Aktivitäten, wie u.a. Laterne laufen. Im Feuerwehrhaus, das 2002/2003 erweitert und umfassend saniert wurde und sich zu einem Dorfgemeinschaftshaus gewandelt hat, tagen die Gemeindevertretung und verschiedene Gruppen des Dorflebens. Weiteren Freizeitaktivitäten kann in diversen Vereinen im Kirchspiel nachgegangen werden, wobei sich aufgrund der örtlichen Nähe hier stark an Medelby orientiert wird – z. B. der Landfrauenverein oder der TSV Medelby.

In Osterby leben aktuell 330 Einwohner auf ca. 1.235 ha Fläche, was einer Bevölkerungsdichte von 27 Einwohnern je km² entspricht. Hans Nissen ist es aus einer privaten Initiative heraus zu verdanken, dass sich im Laufe der Jahre eine umfassende Sammlung von Landmaschinen, Haushaltsgeräten und vielen anderen, früher alltäglichen Dingen, gebildet hat, die der Öffentlichkeit in einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude präsentiert werden. Der Fokus der Sammlung liegt auf den Veränderungen, die das Landleben und die Landarbeit im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts sowie den ersten Anfängen der Mechanisierung geprägt haben. Einen weiteren Schwerpunkt bilden alte Dokumente und Schriften sowie Geräte des hauswirtschaftlichen Alltags. Aus den Anfängen – bestehend aus einem Fahrrad – ist eine sehr facetten- und umfangreiche Sammlung geworden.

Wappen

Wappenfiguren:
Eichenzweig
Ziegelmauer

Wappenbeschreibung:
In Gold über einer roten Ziegelmauer im Schildfuß ein grüner Eichenzweig, bestehend aus zwei Blättern, die eine silberne Eichel einschließen. Außerdem auf blauem, oben und unten von einem schmalen gelben Streifen unweit des Randes begrenzten Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tingierung.

Historische Begründung:
Die vor 1867 zur Karrharde im Amt Tondern gehörige Gemeinde Osterby wechselte 1970 im Rahmen der Gebietsreform zusammen mit den bis 1965 das Amt Medelby bildenden, dem Amt Karrharde eingegliederten Gemeinden Böxlund, Holt, Jardelund, Medelby und Weesby vom Kreis Südtondern zum Kreis Flensburg-Land. In dem auf der teils flachen, teils hügeligen Geest gelegenen Ort ist bis heute die Landwirtschaft von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung geblieben. Auf den Wert dieses Wirtschaftszweiges für die Bewohner in Vergangenheit und Gegenwart bezieht sich die Farbgebung des Gemeindewappens, Gold und Grün, als Hinweis auf Ackerbau und Weidewirtschaft. Daneben beherbergte das Dorf bereits in der Mitte des 19. Jh. als Beispiel eines frühindustriellen Produktionsbetriebes und technische Voraussetzung der bevorzugten Bauweise dieser Zeit eine Ziegelei. Auf sie weist die Ziegelmauer im Schildfuß des Wappens hin. Der Eichenzweig vertritt zwei Gehölze in der sonst waldarmen Gemarkung. Es handelt sich zum einen um das Naturschutzgebiet "Lundtop", ein ehemaliges Niederwaldgebiet (Eichenkratt) und Zeugnis agrarwirtschaftlich bedingter, früherer Waldnutzung, heute eine willkommene ökologische Nische. Zum anderen handelt es sich um ein Landschaftschutzgebiet südöstlich der Ortschaft. Die Schutzgebiete werden im Volksmund "Norder- und Süderschrupp" genannt und im Wappen von jeweils einem Blatt des Eichenzweiges vorgestellt.

Quelle: Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Osterby und Umgebung
in Daten

Osterby 

  • 330 Einwohner
  • Fläche: 12,35 km²
  • 75 % der Gemeindeflächen haben eine Bedeutung zum Thema Naturschutz
  • 3 anerkannte Naturschutzgebiete (Lundtop, Fröslev- Jardelunder Moor, Eichenkratt)
  • 6 aktive Landwirte
  • 2 Biogasanlagen
  • Produzent Grünes Gas, 1 von 2 aus SH steht in Osterby
  • Investitionen in den Naturschutz in den letzten Jahren: 700.000 € (u.a. Krötenzaunbauung, Teichanlegung, Bepflanzungen)
  • 6 verkaufte Grundstücke
  • Umbau Dorfplatz: alle Grundstücke an Osterbyer verkauft
  • Jeder Bürger in Osterby hat Glasfaser
  • Die Osterbyer Farbe ist orange (Glasfaserleitung)

 

 

Lundtop 

  • Naturschutzgebiet in Osterby
  • Fläche: 13,08 ha
  • Höhe des Lundtop Berges: 54 m
  • Stellt ein kleines, von Eichen dominiertes Waldgebiet auf einer saaleeiszeitlichen Moränenkuppe unter Schutz
  • Laubholzmischbestand, ehemaliges Niederwaldgebiet
  • Ordnungsgemäße Ausübung der Jagd erlaubt

Fröslev-Jardelunder Moor 

  • Naturschutzgebiet Jardelund und Osterby
  • Fläche: 222 ha
  • Deckungsgleich zum 224 ha großen FFH Gebiet NSG Fröslev-Jardelunder Moor
  • Stellt Hochmoor unter Schutz
  • Hochmoor von Torfstichen zerkuhlt
  • Von 1993 bis 1995 wurde es renaturiert
  • Beweidung durch Schafe
  • Torfmoose, Wollgras, Sonnentau und Heide

 

 

Eichenkratt Osterby  

  • Fläche: rund 23 ha
  • Stellt Moränenlandschaft unter Schutz
  • Eichenkratt und Kieskuhle, in dieser befindet sich ein Sohlengewässer

 

Eindrücke

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